Kaninchenrassen - Japaner

Japaner
mittelgroße Rasse
Japaner

Das Zuchtziel ist ein mittelgroßes Kaninchen, welches nach Möglichkeit über eine Schachbrettmusterzeichnung verfügen sollte, das heißt, schwarze und rote Farbfelder sollten versetzt und gut abgegrenzt auftreten.
Angestrebt wird auch der sogenannte Spaltkopf mit einer schwarzen und einer gelben Gesichtshälfte und entsprechend versetzter Gegenfarbe am betreffenden Ohr bzw. der betreffenden Brusthälfte!
Natürlich sind solche Typen auch heute noch der Ausnahmefall, weshalb die Musterbeschreibung des Standarts auch als Tiere toleriert, wenn sie von diesem Zuchtziel abweichen, und eigentlich nur die Grenzen hierfür aufzeigt.
Ihr Name sollte die Rasse mit dem Flair der Exotik umgeben, mit Japan hat sie natürlich nichts zu tun.
Die ersten Japaner wurden um 1880 auf der Weltausstellung in Paris gezeigt.
Um die Jahrhundertwende gelangten die ersten Tiere über England zu uns.
Meinungsverschiedenheiten hemmten lange Zeit eine größere Verbreitung der Rasse.
Erst als 1911 beschlossen wurde, die weiße Bauchfarbe nicht auszuschließen, ging es aufwärts.
Eine Arbeit, die durch deutliche Verbesserung der Tiere auch ihre Früchte zeigt.
Züchterisch sind die Japaner neben den spalterbigen Punktschecken sicherlich die schwierigste Rasse.
Insbesondere über die Gesetzmäßigkeiten der Vererbung des Zeichnungsmusters und der Farbverteilung ist noch wenig bekannt.
Das spricht für viele verschiedene beteiligte Gene mit unterschiedlicher Wirkungsweise.
Eine genetische Festigung der Zuchtstämme wird sich nur durch gezielte Inzucht und durch lange geduldige Züchterarbeit erreichen lassen.
Wer Spass am Tüfteln und Experimentieren hat und die Rassekaninchenzucht in erster Linie aus Spaß am Tier betreibt, sollte unbedingt die Japanerzucht ins Auge fassen.

Gewicht: 2,75 bis 4,00kg
Normalgewicht: 3,75kg und mehr
Höchstgewicht: 4,50kg