Kaninchenrassen - Marder

Marder
kleine Rasse
Marder

Zuchtziel ist ein kleines Kaninchen mit der typischen Marderzeichnung.
Die unterliegt einem intermediären Erbgang, wobei nur der spalterbige Typ dem Standardziel entspricht.
Nicht zugelassen, aber reinerbig sind hingegen die Dunkelmarder, die fast schwarz, aber reinerbig sind.
Als Herauszüchter gilt der Gärtnermeister Thomsen aus Hamburg-Stellingen auch wenn er nicht das Marder-Kaninchen, sondern ein Opossumkaninchen mit halblangem Fell erzüchten wollte und zu diesem Zweck Blaue Wiener, Hasenkaninchen, Angora, Havanna und Thüringer kreutzte.
Als er es mit dem Kleinchinchilla versuchte, fielen bronzefarbige Marderkaninchen ab.
Ob diese überlieferte Zuchtgeschichte jedoch so zutrifft, muß stark bezweifelt werden, dagegen spricht insbesondere die inzwischen wissenschaftlich abgesicherte Genetik der Marderfarbe.
Unabhängig von Thomsen erschienen in England die Sables und in Frankreich die Zibelines, die genetisch mit dem Marderkaninchen identisch sind.
Auch heute hat die Rasse nur begrenzte Verbreitung gefunden.
Nur wenige, wenn auch engagierte Pioniere betreiben diese Zucht.
Bleibt zu wünschen, daß das einmal anders wird.
Der Geschlechtscharakter der Häsin soll deutlich in Erscheinung treten, sie sei wammenfrei der braune und blaue Farbenschlag in einer hellen bis mittleren Tönung.
Nicht zugelassen sind die dunklen Homozygoten.
Die Rasse ist züchterisch sehr schwierig.
Neben der Spalterbigkeit verhindert auch die relativ geringe Selektionsbasis eine breit ausgelegte Verbesserung der Körperformen, die angesichts des vorhandenen Tiermaterials vielfach wünschenswert erscheint.
Auch bei dieser Rasse sollten große Wurfstärken angestrebt werden.

Gewicht: 2,00 bis 2,50kg
Normalgewicht: 2,50kg und mehr
Höchstgewicht: 3,25kg