Kaninchenrassen - Rote Neuseelaender

Rote Neuseelaender
mittelgroße Rasse
Rote Neuseelaender

Nach Prof. Nachtsheim (1935) hat sich die Rasse in Kalifornien zweifellos als eine der besten Wirtschaftsrassen erwiesen.
Doch es fehlten den Importtieren u.a. die ihnen nachgerühmten Frohwüchsigkeit, so ist die Rasse heute eine Farbenrasse mit mittlerer Wirtschaftlichkeit.
Das Zuchtziel ist jedoch schwierig zu realisieren, weil sich typische Fehler wie heller Bauch und dunkler Anflug besonders hartnäckig vererben.
Seit der Jahrhundertwende wurde die Rasse in Kalifornien aus gelbwildfarbigen Belgischen Riesen und belgischen Hasenkaninchen in den Zuchtstationen des Landes erzüchtet zur Fleischversorgung der Großstädte.
Kurz vor dem 1. Weltkrieg erreichten die ersten Importe England und Frankreich.
Anfang der 20er Jahre wurde die Rasse in Frankreich aus den noch vorhandenen Importtieren neu erzüchtet, über Holland und England amerikanische Tiere erneut importiert, ohne Erfolg.
1930 veranlasste Friedrich Joppich einen ersten deutschen Transport.
Die Tiere enttäuschten.
1947 folgten weitere Importe aus England und Holland, mehr jedoch aus Frankreich, der Schweiz und Österreich.
Heute ist die Rasse bei durchschnittlicher Qualität.
Die Deckfarbe sei breit, sattrot und gut glänzend.
Gerade durch den Glanz erhält die Farbe Intensität.
Die Wildfarbigkeitsabzeichen (Augenringe, Kinnbackeneinfassung, Bauchfarbe, Innenseite der Läufe und Unterseite der Blume) dürfen heller getönt sein; sie sollen zwar matter, aber von ähnlicher Intensität sein wie die Oberfarbe.
Gleichmäßigkeit der Farbe ist möglichst zu verlangen.
Die Deckfarbe sei am ganzen Körper, auch am Kopf, Ohren, Brust und Vorderläufen, gleichmäßig.
Sie soll vom Rücken gleichmäßig über die Flanken bis zur Bauchpartie reichen.
Die Augen sind braun, die Krallen dunkelhornfarbig.
Die Unterfarbe sei der Deckfarbe möglichst ähnlich und rein.
Sie soll ohne Durchsetzung bis zum Haarboden durchgehen, denn je satter die Unterfarbe, desto satter ist die Deckfarbe.
Züchterisch zweifellos die schwierigste einfarbige Rasse.
Probleme neben den schwarz gespitzten Grannen, die sich extrem hartnäckig vererben, bereitet besonders die Körperform.
Viele Tiere sind einfach noch zu eckig im Becken.
In manchem Schlag wird auch durch sehr langes Fell Kopfstärke vorgetäuscht.

Gewicht: 3,00 bis 4,00kg
Normalgewicht: 4,00kg und mehr
Höchstgewicht: 5,00kg