Kaninchenrassen - Russen Schwarz/Weiss

Russen Schwarz/Weiss
kleine Rasse
Russen schwarz/weiss

Zuchtziel ist ein sehr kleines Kaninchen mit typischer "Spitzenzeichnung".
Bei diesen Teilalbinos entsteht die Pigmentierung nur, wenn eine bestimmte Hauttemperatur unterschritten wird, das ist regelmäßig an den Körperspitzen der Fall.
Die Tücken der Zucht liegen in der großen Temperaturabhängigkeit der Pigmentierung.
Nach Mariot-Didieux (1854) existierte die Rasse in Frankreich bereits im 17. Jahrhundert, in England wurde sie 1857 zum ersten Mal beschrieben und zum Rassekaninchen erhoben.
Von dort hatte der Gothaer Zahnarzt Welker 1892 den ersten Russenrammler importiert.
Doch enthielt schon der erste deutsche Standard von 1885 die Rasse, hatten Welker und Max Fischer, ebenfalls Gotha, 1890 den 1. Russen-Kaninchen-Züchter-Club gegründet.
Weitere Importe folgten, für teures Geld.
Die anfängliche Begeisterung erlahmte, der Bannstrahl der "Sportfexerei", Krieg und Nachkriegszeit taten ein übriges.
Noch 1960 wurde im DKZ Klage geführt über die geringe Verbreitung der Rasse.
Heute hat sich ein namhafter, treuer Züchterkreis um sie geschart, Züchterisch hält sie sich schon einige Zeit auf ansprechendem Niveau.
Die Grundfarbe ist ein reines, leuchtendes schneeiges Weiß ohne gelben oder grauen Anflug.
Tiefschwarz bzw. sattblau sind die Abzeichen.
Die Augen sind farblos, stark rot durchleuchtend, die Krallen dunkelbraun.
Die Kopfzeichnung besteht aus Maske und den farbigen Ohren.
Die Maske erfasst gleichmäßig den Nasenbezirk, hat eine länglichrunde, ovale Form, ist gegen die Grundfarbe scharf abgegrenzt, verläuft bis zum Oberkiefer und erfasst mit einem leichten Hauch auch den Unterkiefer.
Sie sei nicht zu groß und darf nicht über Augenhöhe reichen.
Die vollfarbigen Ohren seien an der Wurzel scharf abgegrenzt.
Die Rumpfzeichnung erfasst die Vorder-, Hinterläufe und die Blume.
Das vorderste Glied der Vorderläufe ist reinschwarz bzw. Sattblau und möglichst scharf abgegrenzt; die Hinterläufe sind bis über das Sprunggelenk farbig sie seien intensiv farbig und scharf abgegrenzt.
Von reiner dunkler Farbe seien die Ober- und Unterseite der Blume.
Charakteristisches Rasseattribut ist die Kälteschwärzung.
Kälte fördert die Farbintensität und -ausdehnung, Wärme beeinträchtigt sie.
Ein Witterungsumschwung allein während des Transports kann alle Hoffnung zunichte machen.
Die Kälteschwärzung macht sich bereits bei wenige Tage alten Tieren bemerkbar.
Ihre volle Schönheit erreicht die Rasse im Winter und bei Haltung in Außenstallungen.
Am ungefärdetsten sind April-/Maiwürfe.
Da die Tiere sehr frohwüchsig sind und auch eine gewisse Neigung zu losem Brustfell besitzen, sollten sie mit Fingerspitzengefühl gefüttert werden.
Anerkannt sind die Farbenschläge Schwarz-Weiß und Blau-Weiß

Gewicht: 1,75 bis 2,25 kg
Normalgewicht: 2,25 kg
Höchstgewicht: 3,00 kg