Kaninchenrassen - Sachsengold

Sachsengold
 
Sachsengold
Zuchtziel ist ein kleines, rundum gleichmäßiges sattorangerot gefärbtes Kaninchen.
Diesem Zuchtziel sind natürlich von der Genetik Grenzen gesetzt, das mussten die Herauszüchter sehr früh feststellen.
Das infolgedessen deutlich revidierte Zuchtziel beinhaltet heute nur ein rotwildfarbiges Tier im Typ des Kleinchinchillas.
Richard Bennack aus Röhrsdorf bei Meißen beschloss 1925, "Goldhasen", goldgelbe Tiere mit gelber Bauchfarbe vom Typ des KlCh zu erzüchten.
Er paarte zunächst einen strohgelben Kreuzungsrammler mit einer zeichnungslosen, fast ausschließlich gelben Japaner-Häsin, kreuzte nach und nach eine Gelbsilber Häsin, Havanna, Kleinchinchilla, Schwarzloh und schließlich Rote Neuseeländer ein.
Die Kriegsereignisse unterbrachen die Zucht; sein Sohn begann mit Resttieren die Zucht von neuem.
Anläßlich der Siegerschau 1952 in Leipzig stellte er die ersten Tiere aus.
1961 wurde die Rasse in den (gesamtdeutschen) Standard aufgenommen. Zum ersten Mal war die Rasse in der Bundesrepublik 1960 in Hamm zu sehen.
Die Rasse ist heute nicht sehr stark verbreitet.
Züchterische Schwierigkeiten bereiten insbesondere die oft recht schwachen Formen, die häufig durch hochstehende Beckenknochen auffallen, aber auch die Farbe, die sich durch schwarzen Anflug und dunklen Ohrenränder auszeichnen, einen hartnäckigen, besonders zählebigen Fehler.
Seit ein paar Jahren zeigt die Rasse jedoch einen deutlichen Aufwärtstrend.
Die Form ist kurz, gedrungen, die Stellung mittelhoch.
Der Kopf ist kurz, Stirn und Schnauze breit und die Backen gut entwickelt.
Die Ohren sind kurz, breit oben gut gerundet, fleischig und voll behaart.
Der Rumpf ist walzenförmig, breit, tief, gefüllt, Hinterpartie gut abgerundet, Hals und Nacken ist kaum sichtbar.
Die Rückenlinie ebenmäßig, das Becken ist gut gerundet.
Die Läufe verhältnismäßig kurz und kräftig.
Das Fell mittellang (2,5-3 cm), dicht und weich, gleichmäßig begrannt.
Die Häsin ist insgesamt etwas zierlicher als der Rammler und frei von Wammenbildung.
Bei älteren Häsinnen ist ein Wammenansatz zulässig.
Die Deckfarbe sei breit, rein und leuchtend intensiv rotgelb.
Sie soll sich gleichmäßig über den gesamten Körper erstrecken, also auch an Kopf, Ohren, Brust und an der Bauchpartie vorhanden sein.
Die Bauchpartie darf etwas heller sein; eine cremefarbige Unterseite der Blume ist zulässig.
Die Augen sind braun, die Krallen hornfarbig, je dunkler, desto besser.
Die Unterfarbe ist etwas blasser als die Deckfarbe, sie sei von gelblicher, satter Farbe, rein und soll bis zum Haarboden durchgehen.
Das Sachsengold ist eine kleinrahmige Wirtschaftsrasse: robust frohwüchsig, fruchtbar; die Aufzucht erfolgt in der Regel verlustfrei.
Bei reichlicher Fütterung verfetten die Tiere allerdings leicht.
Dieser Rasse würden noch einige Züchter gut tun. Durch Vergrößerung der Selektionsbasis und gezielte Inzucht mit den vorhandenen Tiermaterial dürften sich nachhaltige Verbesserungen erzielen lassen.
Die Zucht bereitet relativ wenig Probleme, denn die Häsinnen bringen in der Regel Würfe von 5 bis 8 Jungtieren und können auch diese bei normaler Fütterung gut aufziehen.
Bereits im Alter von 4 Wochen erkennt man die Tiere, die bei einer entsprechenden Ernährung einen guten blockigen Körper ausbilden.
Bei diesen Tieren sind dann auch bereits gute Kopfformen erkennbar.
Die kleinen Ohren solcher Jungtiere sind kräftig und gut behaart. Jungtiere, die nur einen schmalen, langen Körper besitzen, die dünne und längere Läufe erkennen lassen und bereits jetzt zeigen, daß sie eine schmale Kopfform haben, werden auch später keine guten Zuchttiere.
In ähnlicher Weise beobachten wir die Entwicklung des Farbbildes.
Jungtiere, die mit einer kräftigen, rotgelben Farbe das Nest verlassen, werden meist auch später die beste Farbentwicklung zeigen.
Hingegen bleiben Jungtiere mit hellen Schenkeln, die auch in der Gesamtheit heller erscheinen, auch später in der Farbentwicklung zurück.
Die wesentlichen Auswahlkriterien sind in erster Linie der Körperbau und die Behaarung, die durch eine sehr gute Dichte erkennbar wird.
Fremdeinkreuzungen sollten in jedem Fall unterbleiben, auch wenn die hervorragenden Körperformen so mancher Kleinrasse hierzu verlocken, so fatal würden sich solche auf die genetisch äußerst komplizierte Sachsengoldfarbe auswirken.
Die Erbformel der Sachsengoldkaninchen entspricht der der Roten Neuseeländer.
AbCDGY
AbCDGY

Gewicht: 2,25 bis 2,75 kg
Normalgewicht: 2,75 kg und mehr
Höchstgewicht: 3,25 kg