Kaninchenrassen - Satin Hasenfarbig

Satin Hasenfarbig  Satin Hasenfarbig
 

Hauptrassenmerkmal ist die ungewöhnliche Struktur des Fellhaares und dadurch bedingt, der bei keiner anderen Rasse zu beobachtende Effekte der Fellfarbe.
Da der Satin-Faktor wie bei dem Rex-Faktor angeblich eine Schwächung der Konstitution bewirken soll, möge der Züchter auf Vitalität und Robustheit seiner Zuchttiere noch mehr als sonst achten.
Zwar sind die elfenbeinfarbigen Satin nach wie vor am stärksten verbreitet, die "wahre Satinzucht" jedoch befasst sich mit den pigmentierten Satinrassen, denn erst hier entfaltet der "Satinfaktor" seine ganze Wirkung.
Mitte der 30er Jahre hatte der Züchter Walter Hueg / USA in einem Havanna-Wurf ein einzelnes Tier entdeckt, dessen Fellhaar wie Seide glänzte.
Auf einer der nächsten Ausstellungen wurde es von Kennern und Laien bewundert, wenig später wurde die neue Rasse in den Standard of Perfektion aufgenommen.
1973 wurde sie auch in der Bundesrepublik anerkannt.
Im Gegensatz zu Amerika, wo die Rasse mit über 5 kg zu den größeren gehört, und wo außerdem eine verjüngte Form mit extrem breit ausgeprägtem Becken sowie einem Karpfenrücken angestrebt wird, ist in Deutschland das Zuchtziel bezüglich Form und Typ an das Havannakaninchen abgelehnt.
Die Rasse, insbesondere der elfenbeinfarbige Schlag, hat nach und nach eine große Verbreitung gefunden.
Bleibt zu hoffen, dass, wie es sich tendenziell bereits andeutet, auch die anderen Farbenschläge an Verbreitung gewinnen werden.
Der Körper ist zwar leicht gedrungen, jedoch keinesfalls plump, die Stellung ist mittelhoch.
Der Rumpf ist breit, vollfleischig, nicht verjüngt und ohne sichtbaren Hals.
Die Rückenlinie verläuft ebenmäßig, ist hinten gut abgerundet, die Läufe sind mittellang, kräftig, gerade aber breit gestellt.
Der Kopf ist kurz, kräftig mit breiter Stirn und Schnauze, dicht am Körper angesetzt.
Er wirkt besser, wenn die Nasenlinie leicht gestaucht ist.
Die Ohren sind fleischig, an den Enden gut abgerundet und entsprechen in der Länge dem leicht gedrungenen Körper.
Das Fell weist eine Haarlänge von 2,5-2,8 cm auf, es ist dicht und fühlt sich weich an.
Es zeigt eine sehr dichte Begrannung, welche bewirkt, dass das Fell beim Streichen gegen den Strich schneller in die Ausgangslage zurück gleitet als beim Normalhaar.
Die Grannen selbst sind fein und überragen das Unterhaar nur wenig.
Die Verdünnung des Haarschaftdurchmessers muss bei allen Haartypen, beim Grannen-, Deck- und Unterhaar eindeutig erkennbar sein.
Daher ist bei der Felldichte-Prüfung, trotz guter Felldichte der Satin, der Haarboden deutlicher erkennbar.


Der Satinfaktor:
Die Haarhaut wird beim Satin gebildet durch ein transparentes Oberflächenhäutchen mit sehr feiner, schindelartiger Struktur.
Im Gegensatz zum Normalhaar mit grob strukturiertem, milchigem Oberflächenhäutchen, erfolgt bei den Satin eine deutlich intensivere Farbwiedergabe.
Außerdem tritt stark ein seidiger Glanz (Satin = Seide) des Felles in Erscheinung.
Die Elfenbeinfarbe ist am ganzen Körper intensiv.
Die Augenfarbe ist blassrot oder blau, die Krallen sind farblos.
Die Satinkaninchen sind eine leistungsfähige und überaus frohwüchsige Rasse, die leider in vielen Stämmen auch verstärkt zur Verfettung neigt.
Man sollte für Schlachtung vorgesehene Tiere also entweder früh schlachten oder zurückhaltend füttern.
In der Zucht muss Wert auf Reinerbigkeit gelegt werden.
Tiere , die auf Fremdrassen-kreuzung schließen lassen (Neuseeländertyp) sollten ausgemerzt werden, Kreuzungen der einzelnen Farben untereinander sollten unterbleiben.
Zu beachten ist des weiteren, dass beim Rammler relativ häufig missgebildete Penisse auftreten (Spaltpenisse, angewachsene oder verwachsene9:
Ziel sollte sein, Rasse wammenfrei zu züchten.

Gewicht: 2,50 bis 3,25 kg
Normalgewicht: 3,25 kg und mehr
Höchstgewicht: 4,00 kg